Öffentlicher Dienst: Helden in der Corona Krise

Wir sind Systemrelevant

Öffentlicher Dienst - Wir sind Systemrelevant
Öffentlicher Dienst - Wir sind Systemrelevant

Für die Gewerkschaften und Arbeitgeber sind, bedingt durch die anhaltende Corona Pandemie, die Ausgangsbedingungen für die anstehenden Sondierungsgespräche nicht einfach. Die ver.di-Bundestarifkommission hat in einer Videokonferenz die Optionen für die TVöD-Tarifrunde erörtert. Betroffen sind dabei rund 2,8 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Aufgrund der Pandemie ist die Aufkündigung des, seit 2018 bestehenden Tarifvertrages, vorerst vertagt worden.

Öffentlicher Dienst: Helden in der Corona Krise

Tag für Tag leisten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst starkes Engagement für das Gemeinwesen in Deutschland, betont der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Gerade in der jetzigen Krisensituation komme den Beschäftigten eine ganz besondere Verantwortung und Bedeutung zu. Sie beraten, betreuen und unterstützen die Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, sind sozusagen die ersten Anlaufstellen: In den Gesundheitsämtern, im sozialen Dienst, in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen und bei der Bearbeitung der unzähligen Anträge auf Soforthilfen. Diese enorme Verantwortung zu erfüllen und dem Engagement zum Dank gelte es den Angestellten Lob und Anerkennung auszusprechen.


Beamtenbund: Öffentlicher Dienst ist systemrelevant

Nicht nur ver.di hat im Rahmen einer Videokonferenz getagt, auch die Tarifkommission des Deutschen Beamtenbundes hat sich ausgetauscht. Vor allem der Bundesvorsitzende des dbb Ulrich Silberbach betonte, dass es bei den Sondierungsgesprächen um Zuwächse im Einkommen gehen werde. In den vergangenen Monaten sei deutlich sichtbar geworden, wie systemrelevant der öffentliche Dienst ist. Die Mitarbeiter erwarten aufgrund dessen nicht nur Lob und Anerkennung durch Applaus, sondern zurecht auch eine materielle Anerkennung.

Öffentlicher Dienst - Helden in der Corona Krise
Öffentlicher Dienst – Mitglieder der Komba Gewerkschaft – Helden in der Corona Krise – Soziale Berufe endlich wertschätzen!

Auftakt TVöD-Tarifrunde 2020: Sondierung am 16. Juni

Aufgrund der Vertagung der Aufkündigung des seit 2018 bestehenden Tarifvertrages für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft die Aufnahme von Sondierungsgesprächen mit dem Bund und der Ver.di Pressemitteilung (VKA) beschlossen. Der Termin für die Gespräche ist auf den 16. Juni datiert worden. Wurde der bisher bestehende Tarifvertrag im Jahr 2018 noch von dem damaligen ver.di Vorsitzenden Frank Bsirske geleitet, werden die Gespräche der aktuellen Tarifrunde erstmals von dem neuen Vorsitzenden Frank Werneke geführt.

Ver.di, der Deutsche Beamtenbund dbb und die Komba Gewerkschaft werden dabei erstmals zusammen in die Verhandlungen mit dem Bundesinnenministerium und der VKA treten. Dies unterstreicht noch einmal die große Bedeutung. Die neue Tarifrunde für die rund 2,3 Millionen Angestellten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.


Die Sondierungsgespräche – Abgebrochen!

Die ersten Sondierungsgespräche am 16. Juni 2020 verliefen wenig erfolgreich und wurden sogar abgebrochen. „Die VKA war jedoch zu keiner Einigung bereit“, heißt es in der Ver.di Pressemitteilung. Damit werde die Durchführung einer regulären Tarifrunde im September 2020 wahrscheinlicher. Aus seiner Enttäuschung über den wenig erfolgreichen Ausgang macht der ver.di Vorsitzende Frank Werneke keinen Hehl: „Applaus war gestern – jetzt scheint Undankbarkeit angesagt zu sein“, formuliert er.

Der Präsident der VKA und Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber Ulrich Mägde beruft sich dagegen auf die Basis und Perspektive für Arbeitgeber und Angestellten. Man benötige daher in dieser schwierigen Phase Planungs- und Einkommenssicherheit. „Wir fordern die Gewerkschaften auf fair zu agieren!“, betont Ulrich Mägde. Die ver.di Bundestarifkommission, in der auch die Gewerkschaft der Polizei, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie IG Bau, vertreten ist, berät nun über das weitere Vorgehen und den Zeitplan.

Wir bleiben selbstvertändlich dran und berichten weiter darüber!

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